Blinde Kuh

Wer beweist auch blind Orientierungssinn und ergreift einen Mitspieler?

Viel Spass beim Blinde Kuh spielen
©Fotolia / Robert Kneschke

Es braucht:

  • Mindestens zwei Mitspieler
  • Schal oder Tuch zum Augenverbinden
  • Strassenkreide oder andere Dinge, um ein
    Spielfeld abzustecken

So geht’s

Blinde Kuh ist eines der bekanntesten Laufspiele. Wer heute erwachsen ist, hat als Kind mit grosser Wahrscheinlichkeit eine der zahlreichen Spielvarianten gespielt. Blinde Kuh war aber nicht immer ein reines Kinderspiel. Nachweislich wurde es schon im Mittelalter gespielt. Damals war es ein beliebter Zeitvertreib für alle Altersklassen, der später aber dem bürgerlichen Sittlichkeitsempfinden nicht mehr entsprach. Jahrhundertelang war es sogar verboten, Blinde Kuh zu spielen. Der Name «Blinde Kuh» kommt übrigens von Tiermasken, meistens Kuhmasken, die im Mittelalter zum Spielen benutzt und deren Augenöffnungen

verschlossen wurden.

Die unterschiedlichen Varianten von Blinde Kuh entstanden mit der wachsenden Popularität des Spieles. Die Grundidee aber ist bei allen gleich: Einem Spieler werden mit einem Schal oder Tuch die Augen verbunden; die Mitspieler laufen umher und ärgern die «blinde Kuh». Das kann in Form von Zupfen, Rufen oder leichtem Kneifen geschehen. Wen die blinde Kuh allerdings zu greifen bekommt, der muss sich als nächstes die Augen verbinden.

Um den Radius für das Laufen ein wenig einzuschränken, kann ein Spielfeld aufgemalt oder abgesteckt werden. Die Form spielt dabei keine Rolle. Über längere Zeit spannend bleibt das Spiel, wenn man die Spielregeln etwas variiert. Beispielsweise scheidet der Mitspieler aus, den die blinde Kuh zu greifen bekommt. Es wird so lange gespielt, bis nur noch ein Mitspieler übrig ist, der nun die Rolle der Kuh übernimmt. Oder aber alle Mitspieler müssen hüpfen, und nach zehn Sprüngen ist Schluss.

Blinde Kuh funktioniert aber nicht nur draussen als Laufspiel. An regnerischen Tagen kann es auch drinnen gespielt werden. Dafür werden mehrere Gegenstände auf einem Tisch verteilt. Jetzt geht es darum, reihum zu erraten, welchen Gegenstand man gerade ertastet.

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